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IN ERINNERUNG AN MEINEN VATER

 

Zu Beginn des Jahres habe ich meinen Vater und meinen groessten Badminton Fan zugleich verloren. Der 10.Januar 2009 war der bislang traurigste Tag in meinem Leben und ich erinnere mich noch genau an das Telefonat, in welchem mir die traurige Nachricht uebermittelt wurde. Ich kann es immer noch nicht begreifen.

 

Er war es, der mich als Schuelerin durch ganz Deutschland begleitete und es mir so ermoeglichte Turniere zu spielen und besser zu werden. Bis zuletzt verfolgte er meine Resultate und Weltranglistenposition und war immer bestens informiert. Ohne seine Unterstuetzung haette ich es nie zu Olympia geschafft.

 

Auch wenn wir uns nicht so oft gesehen haben, so standen wir uns doch sehr nahe. Fast taeglich hatten wir Kontakt, sei es ueber sms, Email oder Telefon. Ich konnte ihn alles fragen und er konnte mir immer gute Ratschlaege geben. Er hat mir beigebracht ehrlich und stark zu sein und mich immer positiv motiviert meine Ziele zu erreichen.

 

Er schaute leidenschaftlich gerne Fuball, Formel 1 und Skispringen, doch ich habe aus ihm einen wahren Badminton Fan gemacht. Er fand es toll, was ich durch den Badmintonsport schon alles erlebt habe und voller Begeisterung schauten wir gemeinsam die Fotos von meinen Erlebnissen an. Er sammelte all meine Zeitungsartikel und wahrte sie in einem Ordner auf. Wir waren beide sehr stolz auf einander und ich schaute mit Bewunderung zu ihm hinauf.

 

Voller Freude zeigte er mir wie er am PC mit einem Flugsimulator ein Flugzeug landen kann. Er erzaehlte mir von einem Traum, in welchem er als Passagier eines Fluges fuer den Piloten einspringen musste, da dieser bewusstlos war, und er es sich  aufgrund seiner Uebungsstunden am PC zutraute, das Flugzeug zu landen, was ihm auch gelang. Alle Passagiere blieben unversehrt.

 

Er war Kaufmaennischer Angestellter in einem Busunternehmen und nachdem er vor ein paar Jahren in den Ruhestand ging, fuehrte er seine zweiwoechigen Bustouren mit seiner Seniorengruppe fort. Damit machte er nicht nur sich, sondern sehr viele Menschen gluecklich. Zwei Tage vor seinem Tode musste er sich um seinen Busfuehrerschein zu verlngern, einem zweistuendigen Test unterziehen, wovor er ziemlich viel Respekt hatte. Er war so gluecklich, dass er es schaffte und schnitt besser ab als so manch Juengerer. Seine Seniorengruppe wird ihn sehr vermissen.

 

Er war der beste Vater, Ehemann und Opa und immer fuer uns da, wenn wir ihn brauchten. Er war so stolz auf seinen Enkel Henry, doch leider durfte er seinen 2.Geburtstag nicht mehr miterleben. Und dabei hatte er noch so viel vor mit ihm.

 

Wir werden nie erfahren, warum er so ploetzlich und unerwartet von uns gehen musste, aber wir wissen, was wir an ihm hatten und die Erinnerungen werden in uns weiterleben.

 

Ruhe in Frieden lieber Vati.

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