Termine
Tahiti und Guatemala International 14.09.2010

Nachdem ich im August eine Wettkampfpause eingelegt habe und die Zeit nutzte meine Familie und meine Freunde mal wieder zu sehen, freute ich mich dennoch, als es Ende August wieder los ging. Die Reise brachte uns dieses Mal nach Tahiti und Guatemala und da ich weder in dem einen noch dem anderen Land vorher war freute ich mich umso mehr diese beiden Laender kennenzulernen…
Der Ausrichter der Tahiti International warb im Vorfeld damit Badminton im Paradies zu spielen und da sich dies sehr reizvoll anhoerte und der Ausrichter uns Unterstuetzung für die Reise zusagte, war fuer uns klar, dass wir die lange Reise auf uns nehmen wuerden. Von Berlin flogen wir über Paris nach Los Angeles und von dort weiter nach Papetee, wo wir nach 26 Stunden freundlich mit einer Blumenkette empfangen wurden.
Die Bilder haben definitiv nicht zu viel versprochen und Franzoesisch-Polynesien ist in der Tat ein wahres Paradies. Das Land besteht aus 118 Inseln, welche in fuenf große Inselgruppen aufgeteilt sind. Tahiti gehoert zu den Windward Inseln und ist die groesste und mit 195.000 Einwohnern die bevoelkerungsreichste Insel des Archipels.
Das Turnier begann bereits zwei Tage nach unserer Ankunft und schon im Training mussten wir feststellen, dass die Bedingungen in der Halle nicht einfach sein werden, da man sich an Temperaturen ueber 35 Grad erstmal gewoehnen musste. In meiner ersten Runde im Einzel wurde ich dann auch schon gleich gefordert und da ich von Anfang an so meine Probleme hatte die etwas „schweren“ Baelle zu kontrollieren konnte ich meine Gegnerin nicht so unter Druck setzen wie ich es gerne gewollt haette. Nichts desto trotz konnte ich in zwei Saetzen Lauren Todt (USA) besiegen, welche in einem Verein in Daenemark spielt, und ins Viertelfinale einziehen. Dort wartete dann auch schon mit Agnese Allegrini (Italien) die naechste schwierige Aufgabe auf mich. Meine Gegnerin dominierte von Anfang an das Spiel und stand sehr gut in der Abwehr und da ich keine Praezision in meinen Schlaegen hatte und so ziemlich alles zu kurz spielte, rannte ich irgendwie nur hinterher. Nach verlorenem 1.Satz hoffte ich, dass es auf der anderen Seite besser laufen wuerde, aber meine Gegnerin war einfach einen Ticken besser und kam offensichtlich mit den Bedingungen besser klar als ich, so dass ich auch den 2.Satz verlor und somit fuer mich im Viertelfinale Endstation war. Mein Ziel war nun es im Doppel besser zu machen…
Trotz dass nur 8 Doppel am Start waren, hatten wir es mit Chanteur/Vaughan gleich mit einer guten Paarung zu tun. Nachdem wir den ersten Satz nach hoher Fuehrung mit 20-22 verloren hatten, da unsere Konzentration etwas nachliess, was bei der Hitze in der Halle schon mal passieren konnte, konzentrierten wir uns in den beiden darauffolgenden Saetzen wieder besser und hatten unsere Gegnerinnen weitestgehend unter Kontrolle und konnten beide Saetze recht deutlich gewinnen. Das Halbfinale hingegen war dann gegen eine mexikanisch-neuseelaendische Paarung etwas einfacher und wir konnten ohne grosse Muehe ins in das Finale einziehen. Dort trafen wir auf die derzeit beste ozeanische Paarung Wilson-Smith/Choo und wir wussten, dass es unter diesen Bedingungen alles andere als einfach werden wuerde. Wir erwischten einen schlechten Start, kamen nicht richtig ins Spiel und mussten dann den 1. Satz recht deutlich mit 12-21 abgeben. Der 2. Satz verlief dann ausgeglichener und beim Stande von 18-18 konnten wir drei wichtige Punkte in Folge machen und diesen gewinnen. Erneut verpassten wir zu Beginn des 3.Satzes den Einstieg ins Spiel und gerieten recht schnell mit 4-11 in Rückstand, welchem wir schlussends vergebens hinterher rannten. Die Australier spielten sehr clever und hatten mit ungefaehr 10 Netzrollern auch noch das Glueck auf ihrer Seite, so dass wir uns am Ende mit dem 2.Platz zufrieden geben mussten. So ist es eben im Sport. Mal gewinnt man und mal gewinnen die anderen… ?
Es war jedenfalls eine tolle Erfahrung ein Turnier in Franzoesisch-Polynesien zu spielen und fuer die professionelle Ausrichtung und vor allem die Unterstuetzung moechte ich mich auf diesem Wege recht herzlich bedanken.
Von Tahiti aus ging es dann weiter nach Guatemala, wo ein weiteres internationales Turnier stattfand. Nach Peru war dies fuer mich mein zweiter Suedamerika Aufenthalt und ich war froh, als wir nach ueber 20 Stunden in Guatemala-Stadt ankamen.
Nach einem Tag lockerem Training ging es dann auch schon wieder los und ich ging in beiden Disziplinen mit voller Zuversicht und Spass an den Start. Im Einzel konnte ich meine ersten beiden Runden locker gewinnen und ins Viertelfinale einziehen, wo ich auf Iris Wang (USA) traf. Ich kannte sie von Turnieren zuvor und wusste, dass sie sich in letzter Zeit sehr gut weiterentwickelt hatte. Sie traf im ersten Satz alles und konnte diesen auch gewinnen. Danach spielte ich ein hoeheres Tempo, bewegte mich besser und konnte meine Gegnerin immer mehr unter Druck setzen, so dass ich den zweiten Satz gewinnen konnte. Im entscheidenden dritten Satz spielte ich meine Taktik genauso erfolgreich und kontrolliert weiter und konnte das Spiel dann auch gewinnen und ins Halbfinale einziehen. Dort kam es wie schon in Tahiti zum erneuten Aufeinandertreffen mit Lauren Todt (USA). Auch dieses Mal behielt ich die Oberhand und konnte das Spiel nach hart umkaempften Ballwechseln in zwei knappen Saetzen gewinnen. Nach vier gewonnen Spielen stand ich nun im Finale, wo Rena Wang, eine weitere Amerikanerin, den Versuch startete mich zu besiegen. Dies gelang ihr dann allerdings nicht, da ich super klar und fokussiert war und sie mit meinen Angriffschlaegen zu sehr unter Druck setzte. Nach meinem 21-13 und 21-11 Sieg war ich sehr gluecklich und stolz ein weiteres Turnier in meiner Laufbahn gewonnen zu haben. Und 40 Minuten später hatte ich dann noch eine weitere Chance mit Charmaine Reid den Doppeltitel zu gewinnen…
Die ersten Runden verliefen wenig spektakulaer und auf dem Weg ins Finale besiegten wir eine amerikanische, spanische und kanadische Paarung ziemlich souveraen. Wie bereits bei den Peru International im April trafen wir im Finale auf die beste peruanische Paarung Rivero/Aicardi. Wir liessen den beiden absolut keine Chance, griffen ziemlich clever an und zwangen unsere Gegner zu Fehlern. Am Ende lautete das Ergebnis 21-4 und 21-8 und ich konnte einen doppelten Triumph in Guatemala feiern… ?
Momentan bin ich fuer ein paar Tage zum Verschnaufen in Calgary, wo bereits winterliche Temperaturen herrschen, ehe am kommenden Wochenende ein weiteres Turnier in New York stattfindet. Direkt im Anschluss setze ich mich in den Flieger in Richtung Deutschland, da am Dienstag, den 21.09.2010 die Bundesligasaison in Berlin beginnt.
Ich wuensche euch eine schoene Zeit!
Liebe Gruesse
Eure Nicole
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