Termine
Brazilian International in Sao Paulo 07.-10.10.2010

Nach einem durchwachsenen Start in der Bundesliga, ich musste mich mit meinem Verein EBT Berlin jeweils mit einem Unentschieden gegen Hamburg und Bischmisheim zufrieden geben, stand für mich nach Siegen bei den Guatemala International (09.-12.0910) und den New York City Open (17.-19.09.10) ein weiteres internationales Turnier in Sao Paulo auf dem Programm. Da meine Südamerika Reisen bislang sehr erfolgreich verliefen, wollte ich natürlich an die bisherigen Erfolge anknüpfen...
Im Einzel nutzte ich die ersten beiden Runden gegen Brasilianerinnen um mich an die Halle zu gewöhnen und konnte diese auch locker gewinnen. Im Viertelfinale wartete bereits mit Cee Keptura (USA) eine schwierige Aufgabe auf mich. Ich war bereit mich dieser Herausforderung zu stellen und ging voller Kampfbereitschaft und sehr konzentriert ins Spiel. Es ist mir von Anfang an gelungen das Spiel zu kontrollieren und das Tempo hoch zu halten, was Keptura zu Fehlern zwang. Ich feuerte mich nach jedem Punkt an und konnte schliesslich mit 21-16 und 21-15 gewinnen. Einige Stunden später im Halbfinale traf ich auf Telma Santos aus Portugal. Ich fühlte mich alles andere als gut und da mich ziemlich starke Kopfschmerzen plagten, wusste ich zuerst nicht, ob ich das Spiel überstehen werde. Irgendwie stand ich total neben mir, doch statt aufzugeben habe ich mich zusammengerissen und mein Bestes versucht. Glücklicherweise konnte ich den ersten Satz mit 21-16 gewinnen. Dann ging allerdings gar nichts mehr bei mir und ich gab den zweiten Satz mit 6-21 ab. Im dritten und entscheidenden Satz lief es dann wieder besser und ich konnte diesen nach hart umkämpften Ballwechseln mit 21-14 gewinnen und erneut in ein Finale bei einem International Challenge einziehen.
Dort traf ich dann am Finaltag auf Ana Rovita aus Indonesien, welche beim Super Series Turnier in diesem Sommer in Jakarta das Halbfinale erreichen konnte, hier aber ungesetzt war. Ich wusste, dass ich es mit einer starken Gegnerin zu tun hatte und umso überraschter war ich, als sich das Spiel sehr ausgeglichen gestaltete. Es war kein Spiel mit langen Ballwechseln und es wurden viele Punkte am Netz entschieden. Leider musste ich mich im ersten Satz mit 23-25 geschlagen geben, was ein wenig ungücklich war. Der zweite Satz ging dann zu Beginn recht ausgeglichen weiter, doch gegen Ende packte Rovita einige Trickschläge aus und konnte mit 14-21 gewinnen. Ich war mit meiner Einzel Leistung jedenfalls mehr als zufrieden und ich hatte ja noch eine Chance im Doppel...
Zusammen mit Charmaine Reid konnte ich in diesem Jahr bereits schon drei Turniersiege (Kroatien, Peru, Guatemala) bei Weltranglistenturnieren verbuchen und die Chancen auf einen weiteren Sieg standen gut. Nach einer lockeren ersten Runde konnten wir im Viertelfinale eine mexikanische Paarung mit 21-8 und 21-13 besiegen und das Halbfinale erreichen. Dort trafen wir auf die beste amerikanische Paarung Eva Lee/Paula O'Banana. Lee verletzte sich etwas zu Beginn des ersten Satzes, konnte dann aber nach einer ca. 8-minütigen Pause wieder weiterspielen. Diese Pause brachte uns dann allerdings etwas aus dem Konzept, wir spielten die falsche Taktik und machten zu viele einfache Fehler, so dass wir diesen Satz mit 23-25 abgeben mussten. Irgendwie fehlte uns die nötige Energie um anzugreifen und unsere Gegner unter Druck zu setzen. Stattdessen spielten wir zu passiv und viel zu häufig aus der Abwehr heraus. Der Vorsprung unserer Gegnerinnen wurde immer größer und der Finaleinzug rückte in weite Ferne. Wir verloren auch den zweiten Satz mit 14-21 und somit war für uns bei diesem Turnier im Halbfinale Endstation. Schade, aber man kann halt nicht immer gewinnen...
Am kommenden Wochenende werde ich für meinen Verein im Einsatz sein, wo wir am Samstag in Berlin auf Lüdinghausen treffen, am Sonntag werden wir beim Deutschen Vize-Meister in Bonn zu Gast sein.
Ich wünsche euch einen schönen Oktober!

Eure
Nicole
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