Termine
Malediven-Mauritius-Indonesien-USA-Kanada 25.07.2001

Eine siebenwoechige Tour geht zu Ende und wieder konnte ich viele neue Eindruecke sammeln und die ein oder andere Medaille zu meiner Sammlung hinzufuegen. Es waren definitiv sieben interessante und vor allem abwechslungsreiche Wochen, auch wenn die Planung der Reise alles andere als einfach war. Wir haben so einige Stunden bzw. Tage mit Flug- und Hotelbuchungen verbracht, ehe wir alle Reiseziele miteinander verbunden hatten. Unsere Reise brachte uns in folgende Länder: 1.Male (Malediven), 2.Rose Hill (Mauritius), 3.Jakarta (Indonesien), 4.New York (USA), 5.San Francisco (USA), 6.Anaheim/Los Angeles (USA), 7.Vancouver (Kanada).
Um Kosten zu sparen mussten wir unterwegs so einige Stops in Kauf nehmen, was die Reise erheblich in die Laenge zog. So dauerte es beispielsweise ueber 40 Stunden um von Kanada zu den Malediven zu reisen. Von Calgary ging es ueber Vancouver nach Hongkong, weiter nach Singapur und ueber Sri Lanka schließlich nach Male. Dies war bislang meine laengste Reise und hinzu kam noch eine Zeitverschiebung von 11 Stunden. Da am darauffolgenden Tag bereits das Turnier losging, war an einen Jetlag erst gar nicht zu denken. Gleich nach der Ankunft aktiv bleiben ist fuer mich die beste Variante um einen Jetlag zu ueberwinden. Die Tour begann mit einem 3.Platz im Damendoppel und dem Viertelfinale im Dameneinzel bei den Maldives International (Challenge) recht zufriedenstellend, doch bei Temperaturen von ueber 35 Grad in der Turnierhalle war einfach nicht mehr drin. Wir hatten Glueck, dass wir nach dem Turnier noch drei Tage auf zweien der wunderschoenen Inseln verbringen konnten, so dass wir uns ein Bild vom Urlaubsparadies im Indischen Ozean machen konnten. Außer den Baby Haien war es einfach nur traumhaft…
Von Male ging es ueber Sri Lanka und Dubai weiter nach Mauritius, was einen weiteren Reisetag in Anspruch nahm, da wir in Dubai 14 Stunden Aufenthalt hatten, was lang genug war um uns Dubai anzuschauen. In Mauritius verbrachten wir dann leider nur vier Tage, so dass wir nicht viel vom Land und den Leuten sehen konnten. Die Mauritius International (Series) liefen hervorragend und ich konnte sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel gewinnen. Es scheint ein gutes Pflaster fuer mich zu sein, denn bereits 2003 konnte ich dort an der Seite von Juliane Schenk die Doppelkonkurrenz gewinnen und damals wichtige Punkte fuer die Olympiaqualifikation sammeln.
Unmittelbar nach den Finalspielen ging es dann auch schon wieder Richtung Flughafen, da wir bereits am Abend des darauffolgenden Tages in Indonesien sein mussten, um puenktlich zum Start der Indonesia Open (Premier Super Series) vor Ort in Jakarta zu sein. Von Mauritius ging es zurueck nach Dubai, weiter ueber Singapur, wo wir unheimlich viel Glueck hatten, dass unser Anschlussflug nach Jakarta verspaetet war. Es schien fast aussichtslos unseren Anschlussflug zu erreichen, da wir nur wenige Minuten Zeit hatten um unser Gepaeck in Empfang zu nehmen, durch die Passkontrolle zu gehen und dann unser Gepaeck wieder einzuchecken. Wer viel reist weiß, dass dies normalerweise viel Zeit in Anspruch nimmt und nur aufgrund einer Flugverspaetung waren wir in der Lage an diesem Abend weiter nach Jakarta zu fliegen. Um 2:00 Uhr morgens waren wir nach einer erneuten langen Reise endlich im Hotel und um 10:00 Uhr musste ich dann auch schon in der Einzel Qualifikation ran. Mit Platz 38 der Weltrangliste hatte ich leider keine Chance auf einen Platz im Hauptfeld, da nur die ersten 28 berechtigt sind und jeder da war. Mit acht Spielen von Mauritius in den Knochen und viel zu wenig Schlaf fehlte mir dann leider etwas Energie in meinem Match, so dass ich in zwei knappen Saetzen unterlag. Im Doppel hat sich dann der ganze Reisestress bezahlt gemacht, da unsere an acht gesetzten Gegner verletzungsbedingt nicht antraten, so dass wir kampflos in das Achtelfinale der Premier Super Series einzogen. Dort gelang uns beinahe eine Sensation und wir hatten die ehemaligen Weltranglistenersten am Rande einer Niederlage. Nach gewonnenem erstem Satz, verpassten wir unsere Chance im zweiten und mussten uns knapp in drei Saetzen geschlagen geben. Indonesien ist jedenfalls der beste Ort um Badminton zu spielen, da die Atmosphaere einmalig und die 10.000 Zuschauer einfach nur verrueckt sind.
Die naechsten vier Turniere brachten uns zurueck nach Nordamerika, wo ich bei den New York Open erneut im Dameneinzel und Damendoppel erfolgreich war, bei den San Francisco Open sprang ein 1.Platz im Einzel und ein 3.Platz im Doppel heraus, bei den US Open (Grand Prix Gold) war im Doppel im Achtelfinale gegen die spaeteren Finalisten Endstation, im Einzel kam ich nach guter Leistung ueber die erste Runde nicht hinaus und bei den Canada Open in Vancouver mussten wir uns den spaeteren Siegern aus China bereits in der ersten Runde geschlagen geben. Aufgrund von schlechten Bedingungen (Zementboden usw.) brach ich mein Einzel gleich zu Beginn des ersten Satzes ab, da ich nach sieben Turnieren in Folge etwas angeschlagen war und deswegen nichts riskieren wollte.
Nun ist fuer mich erstmal eine Wettkampfpause angesagt, in welcher ich mich in Kanada und bei meiner Familie in Schopfheim erholen und fit halten werde.
Ich wünsche euch einen schönen Sommer!
Eure Nicole
» Übersicht Aktuelles » nach oben