Termine
All England and Swiss Open 12.-23.02.03

Wie schon im vergangenen Jahr konnte ich mich auch in diesem Jahr nicht über meine Auslosung bei den All England Open, dem größten Turnier Europas, beschweren. In der ersten Runde spielte ich gegen die Nr.1 aus Italien, welche im letzen halben Jahr in China trainierte u. sich sehr verbessert hatte. Ich wusste, dass ich sie nicht unterschätzen durfte u. spielte von Anfang an sehr konzentriert. Nachdem ich den ersten Satz gewinnen konnte wurde ich im zweiten etwas nachlässiger u. lies die Italienerin davonziehen. Zum Glück fand ich rechtzeitig wieder ins Spiel zurück u. konnte nach hohem Rückstand auch den zweiten Satz gewinnen. Nun war der erste Schritt in Richtung Achtelfinale getan. In der zweiten Runde spielte ich gegen die Nr. 2 aus Finnland. Nachdem ich im ersten Satz ziemlich hoch führte, gab meine Gegnerin wegen Verletzung auf. Somit war wie schon im letzten Jahr das Achtelfinale bei diesem großen Turnier erreicht, was ein großer Erfolg für mich bedeutete. Im Achtelfinale traf ich auf die Nr. 3 der Weltrangliste aus Hongkong. Ich hatte bereits im letzten Jahr in Malaysia das Vergnügen gegen sie zu spielen. Damals war es kurz u. schmerzlos, denn ich hatte nicht den Hauch einer Chance. Dieses Mal sollte es besser werden… Das Spiel begann im wahrsten Sinne des Wortes sehr stürmisch. Wir spielten auf einem äußeren Feld, wo es ziemlich windig war. In solch großen Hallen, besonders auch in Asien, ist dies aber normal. Sowohl für mich als auch für meine Gegnerin war es sehr schwierig einen Spielrhythmus zu finden. Und so konnte ich doch tatsächlich den ersten Satz gewinnen, was mich dem Viertelfinale einen Schritt näher brachte. Doch meine Gegnerin versuchte gegen mich und den Wind anzukämpfen u. spielte nach dem Seitenwechsel viel cleverer. Nun machte ich mehr Fehler u. verlor den zweiten Satz. Im dritten Satz ging bei mir gar nichts mehr. Ich regte mich plötzlich über den Wind auf, in den anderen beiden Sätzen akzeptierte ich die Situation ganz einfach, u. gab diesen Satz ohne große Gegenwehr zu leisten ab. Ich würde sagen der dritte Satz war vom Winde verweht… Trotzdem war ich sehr zufrieden mit meiner Leistung, doch ich hatte das Gefühl, dass da noch mehr drin gewesen wäre. Bis auf eine Europäerin schieden alle in meiner Runde, also in der Runde der letzten 16, aus.

Im Doppel hingegen war unsere Auslosung nicht besonders gut. Da aber meine Doppelpartnerin vor Ort krank wurde, stellten wir uns gegen die an acht gesetzten Japaner nur auf das Feld um die Punkte zu bekommen. Nach wenigen gespielten Ballwechseln gaben wir dann wegen Krankheit auf.

Unmittelbar nach den All England fanden die Swiss Open in Basel statt. Seit vielen Jahren spiele ich nun schon in Basel u. bislang hatte ich immer Pech mit der Auslosung. Da Basel in der Nähe von meinem Heimatort Schopfheim liegt, nutzen einige Leute die Gelegenheit mich  vor Ort spielen zu sehen, da dies ja sonst kaum möglich ist. Umso deprimierender ist es wenn man dann in der ersten Runde ausscheidet… Doch dieses Jahr sah alles nach einer besseren Auslosung aus. Doch leider sah es nur so aus… Als ich von England zurückkam war die Auslosung bereits im Netz u. ich war überglücklich als ich sah, dass ich dieses Mal nicht gegen eine gesetzte Spielerin spielen musste. Doch die Freude hielt nicht lange an, denn zwei Tage vor Turnierbeginn wurde die Auslosung noch mal geändert. Anscheinend lag bei der IBF (International Badminton Federation) ein Softwarefehler vor, so dass die Setzliste falsch war. Und so kam es, dass ich direkt in der ersten Runde gegen die Nr. 1 der Weltrangliste spielen musste. Wie kann man nur so viel Pech haben? Ich versuchte mich nicht allzu sehr darüber aufzuregen, doch selbst im Spiel konnte ich meinen Frust nicht verbergen u. regte mich über alles auf. Hinzu kam noch, dass ich nicht auf einem der vier Hauptfeldern, sondern auf einem Einspielfeld spielen musste. Es passte einfach alles. Obwohl das Spiel gar nicht so schlecht war konnte ich diesem nichts positives abverlangen. Wie erwartet verlor ich in zwei Sätzen u. somit war für mich das Turnier im Einzel beendet.

Im Doppel spielte ich mit der Deutschen Meisterin Petra Overzier, da meine Doppelpartnerin immer noch mit einer Grippe kämpfte. Wir spielten gegen eine holländisch-amerikanische Paarung u. verloren in zwei Sätzen. Ich hatte ehrlich gesagt auch nichts anderes erwartet…

Das einzig Positive daran war, dass ich nun mehr Zeit für meine Eltern u. meine Schwester hatte.

Von meinem nächsten Turnier, der Mannschafts-WM, werde ich in Kürze wieder berichten.

Bis bald…

 

Eure Nicole

 

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