Termine
Weltmeisterschaft in Birmingham 28.07.-03.08.03

Während die Mannschafts-WM bereits im März in Eindhoven gespielt wurde, fanden nun die Individual-Weltmeisterschaften in Birmingham statt. Der eigentliche Termin war für Mai vorgesehen, doch aufgrund von SARS wurde sie auf Ende Juli verschoben. Für mich war es nach 1993 in Birmingham, 1995 in Lausanne, 1999 in Kopenhagen u. 2001 in Sevilla nun meine fünfte WM Teilnahme. Leider musste ich die WM 1997 in Glasgow aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Nach einer guten Vorbereitung im Juli, ich war sowohl in Köln als auch in Saarbücken zum Training, fuhr ich voll motiviert nach Birmingham. Meine Auslosung war sowohl im Einzel als auch im Doppel akzeptabel. Im Einzel spielte ich in der ersten Runde gegen Hariette Johnson aus Wales. Ich fühlte mich gut, bewegte mich gut u. lies meiner Gegnerin nicht den Hauch einer Chance. Recht deutlich konnte ich das Spiel gewinnen u. in die zweite Runde einziehen. Dort traf ich wie schon in Mauritius auf Yonekura aus Japan. Nachdem ich beim letzen Aufeinandertreffen den ersten Satz gewinnen konnte u. nach 9-5 Führung im zweiten Satz das Spiel doch noch verloren hatte, hoffte ich dieses Mal auf Revanche. Doch nachdem ich im ersten Satz überhaupt keine Chance hatte u. den Bällen nur hinterher rannte, sah dies alles andere als nach einer Revanche aus. Doch dann Mitte des zweiten Satzes zündete ich den Turbo u. spielte meine Gegnerin in Grund u. Boden. Es kostete ziemlich viel Kraft, da ich erstmal einen 2-6 Rückstand aufholen musste, ehe ich dann den zweiten Satz 11-9 gewinnen konnte. Nun war im entscheidenden u. dritten Satz alles offen. Ich ging gleich mit 3-0 in Führung u. dachte das erste Mal ans Gewinnen. Ruckzuck stand es 3-3, ehe ich beim Seitenwechsel mit 6-4 führte. Dann ging Yonekura mit 10-7 in Führung u. ich konnte auf 10-10 ausgleichen. Schließlich führte ich 11-10 u. verlor nach langen Ballwechseln u. mehreren Aufschlagwechseln 11-13. Ich konnte es kaum fassen, was ich da eben für ein Spiel absolviert habe, doch am Ende überwog die Enttäuschung über die vergebene Chance dieses Spiel zu gewinnen. Doch das Spiel hat mir gezeigt, dass ich durchaus in der Lage bin solche Spielerinnen zu schlagen.

Im Doppel waren wir an 14 gesetzt u. spielten in der ersten Runde gegen Johnson/Ashworth aus Wales. Wir hatten keine großen Probleme u. konnten das Spiel souverän gewinnen. Im Achtelfinale trafen wir auf Yamamodo/Yamada aus Japan. Bereits im Mai konnten wir sie im Finale in Mauritius recht deutlich schlagen. Eigentlich eine gute Voraussetzung das Viertelfinale zu erreichen. Doch die Japaner spielten sehr konzentriert, machten kaum Fehler u. ich hatte das Gefühl wie wenn wir gegen eine Wand spielen würden. Sie bekamen alle Bälle u. hatten auf alles eine bessere Antwort. Nach 60 Minuten hartem Kampf mussten wir uns dann um 0.00Uhr nachts 15-12 u. 15-7 geschlagen geben. Ich denke, dass wir gut gespielt haben u. nicht unbedingt schlechter waren als in Mauritius, aber die Japaner waren auf den Punkt genau topfit u. einfach besser. Nichts desto trotz haben wir gut gespielt u. uns gegen die späteren Bronzemedaillengewinner gut geschlagen.

Nun war die WM für mich mit dem Achtelfinale beendet u. es war das erste Mal, dass ich bis zum Ende einer WM vor Ort war. Ich schaute mir alle Spiele vom Viertelfinale bis zu den Finalspielen an u. war von der Stimmung in der Halle überwältigt. Ich sah interessante u. spannende Spiele u. freute mich für  die Spieler u. Spielerinnen, die sich eine Medaille umhängen konnten.

Ich kam völlig motiviert von der WM zurück u. trainierte direkt fleißig weiter. Von meiner dreiwöchigen Asientour, welche am 15.08. beginnt werde ich berichten, sobald ich wieder zurück bin. Drückt mir die Daumen!

 

Bis dahin…

Eure Nicole

 

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