Termine
Singapur Open 19.-24.08.03

Auf unserer dreiwöchigen Asientour war Singapur unsere erste Station, wo es galt möglichst viele Punkte für die Olympiaqualifikation zu sammeln. Bereits eine Woche vor Turnierbeginn wurde die Auslosung im Internet veröffentlicht, so dass ich schon vor Abflug wusste, dass ich es sowohl im Einzel als auch im Doppel mit gesetzten Spielerinnen zu tun hatte. Aber ich war alles andere als demotiviert als ich die Auslosung sah u. war gespannt wie ich mich im Einzel gegen die diesjährige Vize-Weltmeisterin aus China halten würde. Im Doppel trafen wir nun zum dritten Mal auf Yamamodo/Yamada aus Japan. Während wir sie im Mai im Finale der Mauritius International schlagen konnten, mussten wir bei der WM im Birmingham eine Niederlage einstecken. Wir spielten sehr gut doch mussten anerkennen, dass die Japaner zum richtigen Zeitpunkt topfit waren. Ihre gute Leistung unterstrichen sie mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Und nun hatten wir erneut das Vergnügen uns an den WM-Dritten zu messen. Im ersten Satz fanden wir noch nicht zu unserem Spiel und machten viele einfache Fehler. Es waren zwar viele lange Rallys dabei, aber leider machten nicht wir, sondern die Japaner die Punkte. Relativ deutlich verloren wir dann den ersten Satz, obwohl wir uns eigentlich ziemlich gut fühlten. Dies sollte sich im zweiten Satz ändern. Unbeeindruckt von der Leistung im ersten Satz, spielten wir im zweiten Satz besser denn je zuvor u. konnten 15-11 gewinnen. Nun war alles wieder offen u. der entscheidende dritte Satz war an Dramatik nicht zu überbieten. Wir spielten so weiter wie im Satz zuvor u. hatten das Spiel mehr oder weniger im Griff. Beim 6-8 gegen uns wechselten wir die Seiten. Das Spiel war sehr ausgeglichen u. schließlich stand es dann 13-13. Die Japaner machten einen Punkt u. schlugen zum Matchgewinn auf. Nun hieß es 13-14 u. unsere Gegner hatten bereits den zweiten Aufschlag. Juliane musste den Aufschlag annehmen, ließ ihn dann aber fallen mit der Hoffung er sei zu kurz, knickte dabei um u. fiel zu Boden. Ich stand daneben u. sah wie der Ball kurz vor der Aufschlaglinie zu Boden fiel. Somit wäre Aufschlagwechsel u. alles offen gewesen, doch nach einigen Sekunden entschied die Schiedsrichterin auf Matchgewinn. Ich hörte nur noch: „Match won by Yamamodo/Yamada 15-5/11-15/15-13“, eh ich begriff das das Spiel aus war. Die Enttäuschung war groß u. im ersten Moment konnten wir dem Spiel nichts Positives abverlangen. Nachdem ein paar Tage vergangen waren, waren wir sehr stolz auf unsere Leistung. Ich meine, wenn man gegen die WM-Dritten u. Weltranglisten-Sechsten nach exakt 85 Minuten 13-15 im dritten Satz verliert, sollte man schon ziemlich gut gespielt haben. Das lässt für die Zukunft hoffen…

Am nächsten Tag durfte ich mich dann im Einzel an Gong Ruina messen. Völlig locker u. ohne jeglichen Respekt ging ich aufs Feld u. versuchte meiner Gegnerin das Leben schwer zu machen. Das gelang mir dann auch ganz gut, ehe mich eine Fehlentscheidung beim Stande von 9-9 im ersten Satz in Rage brachte. Mir gingen die Bilder vom Doppel durch den Kopf, wo wir ebenfalls eine Fehlentscheidung hinnehmen mussten. Und so verlor ich diesen Satz 9-11. Ich war total sauer u. bekam meine innere Unruhe im zweiten Satz nicht mehr in den Griff. Ich war innerlich so aufgebraust u. kurz vor dem Ausrasten, da ich den ersten Satz mal wieder so knapp verloren hatte. Und so kam es, dass ich den zweiten Satz 4-11 verlor. Nach dem Spiel war ich wie schon am Tag zuvor ziemlich enttäuscht, weil ich das Gefühl hatte, dass da noch mehr drin gewesen wäre. Nichts desto trotz war ich mit meiner Leistung sehr zufrieden u. hoffe, dass ich in Zukunft auch mal dafür belohnt werde…

Die nächste Station war Indonesien, worüber Ihr im darauf folgenden Bericht mehr erfahren könnte.

 

Bis dann

Eure Nicole

 

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