Termine
German Open in Duisburg 30.09.-05.10.03

Noch nie zuvor waren die German Open so stark besetzt wie in diesem Jahr. Es waren bis auf das dänische Herrendoppel alle Weltmeister am Start. Und so kam es auch, dass ich in der ersten Runde auf Gong Ruina traf, die Vizeweltmeisterin aus China. Ich hatte bereits Mitte August in Singapur das Vergnügen u. war knapp dran einen Satz zu gewinnen. Doch dieses Mal war ich längst nicht in der Verfassung wie vor 6 Wochen u. verlor ziemlich klar u. ohne große Gegenwehr zu leisten. Wenn man gegen solche Spieler nicht in der Lage ist über sich hinauszuwachsen, hat man so gut wie keine Chance. Und aufgrund meiner akuten Rückenprobleme musste ich das Spiel mehr oder weniger abschenken.

Im Doppel hatten wir es beim vierten Turnier in Folge mit Qualifikanten zu tun, was nicht immer bedeutet, dass es einfacher ist, da die Qualifikation mittlerweile ziemlich stark besetzt ist. Auf jeden Fall hatten wir es mit einer thailändisch-phillipinischen Paarung zu tun. Ich würde sagen, dass das Spiel ziemlich ausgeglichen war, wobei wir das Spiel bestimmten. So konnten wir den ersten Satz 15-9 gewinnen u. gingen im zweiten Satz mit 12-4 in Führung. Es schien so als wenn wir alles im Griff hätten, doch dann machten wir ein paar unnötige Fehler u. schon stand es 12-12. Jedoch ließen wir uns dadurch nicht beeinflussen u. entschieden diesen Satz mit 15-12 für uns. Es war irgendwie ein gutes Gefühl mal wieder ein Spiel gewonnen zu haben, da die letzten beiden Turniere ja nicht so gut liefen. Aber die Ursache warum es nicht so lief war ja bekannt u. ich denke wir sind einfach dieses Mal besser mit der Situation umgegangen u. haben uns gegenseitig unterstützt. Um 23.50Uhr gingen wir dann vom Feld u. waren froh das Achtelfinale erreicht zu haben. Dort trafen wir dann am nächsten Tag auf die an zwei gesetzten Chinesen, welche die letzten drei Turniere gewinnen konnten. Vor dem Spiel hofften wir nur, dass es nicht allzu schnell gehe u. wenigstens gute Ballwechsel zustande kommen. Doch im ersten Satz sah alles danach aus. Zu Anfang des Spiels waren einige Ballwechsel zu sehen, doch dann schossen uns die Chinesen regelrecht zusammen. Sobald man gegen solche Spieler einen doofen Ball bzw. zu kurz spielt wird man direkt bestraft. Im zweiten Satz sollte alles anders werden. Wir fanden nun viel besser ins Spiel u. freuten uns über jeden Punkt den wir uns erkämpften. Das Publikum unterstützte uns tatkräftig u. so gelang es uns auf 11-11 ranzukommen. Bis dahin spielten wir supergut u. brachten die Chinesen ganz schön in Schwierigkeiten. Doch am Ende machten wir einige leichte Fehler und verloren dieses Satz 11-15. Schade, aber da wäre noch ein bisschen mehr drin gewesen. Auf jeden Fall hat uns dieses Spiel gezeigt, dass wir auf diesem Niveau mitspielen können, wenn auch nur zeitweise, was uns hoffentlich für die nächsten Spiele Auftrieb gibt. Ein aktuelles Interview zu diesem Spiel findet ihr unter www.netzroller-online.de.

Nun haben wir erstmal drei Wochen Wettkampfpause, ehe es am 26.10. wieder für drei Wochen auf Asientour geht. Dieses Mal spielen wir die Hongkong Open, die Chinese Taipeh Open u. zu guter letzt die China Open, wo es wiederum gilt so viele Punkte wie möglich für Olympia zu sammeln. Allerdings stehen bis zum Abflug noch 5 Bundesligaspiele auf dem Programm. Doch für mich gilt es zu allererst meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen, da sechs Turniere in nur sieben Wochen schon ziemlich geschlaucht haben. Ich hoffe, dass ich bald wieder auf dem Niveau spielen kann wie ich es in Asien zuletzt gezeigt habe. Doch z. Zeit bin ich davon aufgrund körperlicher Probleme weit entfernt. Da ich ein positiv denkender Mensch bin, blicke ich optimistisch in die Zukunft u. hoffe, dass es bald wieder aufwärts geht. Bis demnächst.

 

Eure Nicole      

 

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