Termine
Irish International in Lisburn 11.-14.12.03

Bereits vier Tage nach unserem sensationellen Sieg bei den Bitburger Open in Saarbrücken standen die Irish International in Lisburn auf dem Programm. Hinzu kam noch, dass wir zwischen den beiden Turnieren ein Länderspiel absolvieren mussten. Wir spielten am 08.12. in Koblenz u. am 09.12. in Osnabrück jeweils gegen Holland. Ich kam in Osnabrück im Einzel zum Einsatz, wo wir Holland mit 5-0 besiegen konnten (mehrere Infos hierzu unter www.badmintonevents.de) Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Holländer nicht in Top-Besetzung antraten.

 

Wie schon im letzten Jahr waren Juliane u. ich die einzigen Vertreter aus Deutschland. Alle anderen waren für ihre Vereine in der Bundesliga im Einsatz. Für uns war es wichtig wie schon in Schottland die Punkte vom letzten Jahr zu verteidigen bzw. zu toppen. Als wir im Vorfeld die Konkurrenz sahen, waren wir uns einig, dass keine Paarung im Feld war, die wir nicht schlagen konnten. Allerdings wussten wir nicht, wie sehr uns die vielen Turniere der letzten Wochen zu schaffen machten. Jegliche Form von Müdigkeit versuchten wir zu akzeptieren u. uns nicht darüber aufzuregen. Und dies stellte sich als richtig heraus…

Im Einzel war ich an vier gesetzt u. hatte endlich mal eine zumutbare Auslosung. In der ersten Runde traf ich auf Elizabeth Cann aus England. Von Anfang an bestimmte ich das Spiel u. war meiner Gegnerin in allen Bereichen überlegen. Ich konnte klar in zwei Sätzen gewinnen u. traf im Achtelfinale auf Tatjana Vattier aus Frankreich. Es war in diesem Jahr bereits das vierte Aufeinandertreffen, worüber meine Gegnerin eher nicht so begeistert war. Denn alle anderen Begegnungen konnte ich für mich entscheiden u. war mir sicher, dass es auch dieses Mal so sein sollte. Wie schon in den anderen Spielen, ich hatte lediglich in Südafrika etwas Probleme, bestimmte ich das Spiel von Anfang an u. ließ der Französin nicht den Hauch einer Chance. Ich gewann auch dieses Spiel deutlich in zwei Sätzen u. erreichte somit das Viertelfinale, wo ich auf die schottische Nr.1 Susan Hughes traf. Auch in diesem Spiel versuchte ich durch hohes Tempo die Fehler meiner Gegnerin zu erzwingen, was mir auch ganz gut gelang, u. konnte verdient in zwei Sätzen gewinnen. Nun war der Einzug ins Halbfinale perfekt, wo ich auf  Kelly Morgan aus Wales traf. Da ich schon einige Spiele in den Knochen hatte, versuchte ich lediglich im ersten Satz alles zu geben. Ich verlor diesen mit 7-11 u. schenkte dann den zweiten ab, damit ich noch genügend Energie für das Doppel hatte. Und ich würde sagen ich habe alles richtig gemacht….

Denn im Doppel gingen wir als die großen Favoriten ins Rennen u. wollten schließlich unsere Finalteilnahme des letzten Jahres verteidigen. Unsere erste Runde konnten wir gegen eine Paarung aus Irland locker angehen lassen. Wir gewannen klar in zwei Sätzen u. waren somit schon im Viertelfinale, wo wir auf die russische Paarung Karachkova/Russkikh trafen. Nachdem dramatischen Spiel im Halbfinale von Schottland waren wir vor den Russen gewarnt u. mussten alles geben um dieses Spiel zu gewinnen. Im ersten Satz ging bei uns gar nichts. Wir spielten beide total passiv, machten viele einfache Fehler u. konnten das Tempo nicht hoch genug halten. Somit bestimmten die Russinnen das Spiel u. dachten, dass sie uns mit dem 4-15 Satzgewinn beeindrucken konnten. Von Beginn des zweiten Satzes an kämpften wir um jeden Ball u. kämpften uns somit ins Spiel zurück. Jeder konzentrierte sich auf seine Sachen u. so konnten wir den Satz mit 15-8 gewinnen. Voller Zuversicht gingen wir in den entscheidenden dritten Satz u. bestimmten diesen auch. Die Russinnen wurden sichtbar müder u. wir spielten immer besser. Dann ließen wir nichts mehr anbrennen u. gewannen auch den dritten Satz mit 15-8. Uns fiel ein riesiger Stein vom Herzen, dass wir dieses Spiel noch umbiegen konnten. Aber in diesem Fall war es eben wichtig die Unkonzentriertheit bzw. Müdigkeit zu akzeptieren u. sich nicht noch selbst dadurch zu bestrafen. Ich bin wirklich beeindruckt, dass wir damit umgehen konnten. Jetzt war auch hier das Halbfinale erreicht, wo wir auf die jungen Däninnen Juhl/Kristiansen trafen. Vor diesem Spiel hatte ich bereits zwei Einzel u. ein Doppel hinter mich gebracht u. wusste, dass es das letzte Spiel des heutigen Tages sein wird. Und so habe ich noch mal alles gegeben u. wir hatten das Spiel mehr oder weniger im Griff. Mal schlichen sich ein paar leichte Fehler ein, aber nichts desto trotz konnten wir in zwei Sätzen gewinnen. Wie schon im letzten Jahr konnten wir auch dieses Mal das Finale der Irish International erreichen. Dies sollte das letzte Spiel für dieses Jahr sein…

Wir nahmen die Sache sehr ernst u. spielten gegen Rayappan/Parker aus England von Anfang an sehr konzentriert u. auf einem sehr hohen Niveau. Dem hohen Tempo konnten die Engländerinnen zu keiner Zeit des Spieles folgen u. so gewannen wir nach ungefähr 20 Minuten mit 15-0 u. 15-1. Es war unsere dritte Finalteilnahme in Folge u. das leichteste Finale überhaupt. Dies war wiederum ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Athen u. ein schönes Weihnachtsgeschenk hinzu. Das Siegerfoto findet ihr unter der Rubrik 'Fotos'!

Jetzt ist erstmal Erholung angesagt, damit ich voller Tatendrang ins Neue Jahr starten kann u. die letzten vier Monate der Olympia-Qualifikation gut über die Runden bekomme.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest u. einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

 

Eure Nicole

 

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