Termine
German Open in Mülheim/Ruhr 28.02.-06.03.05

In diesem Jahr wurden die German Open von Oktober auf März vorverlegt u. fanden nicht mehr wie in den letzten Jahren in Duisburg, sondern von nun an in Mülheim a. d. Ruhr statt. Ich war schon eine Woche vorher dort, um in Mülheim am Frauen-Stützpunkt zu trainieren.

Für mich begann das Turnier bereits am Montag mit der Qualifikation im Einzel. Es war nach langer Zeit ein neues Gefühl mal wieder in der „Quali“ zu stehen. Doch nach Athen habe ich zu viele Punkte verloren u. bin dadurch in der Weltrangliste einige Plätze abgerutscht. Um sich für das Hauptfeld zu qualifizieren musste ich drei Runden überstehen, was ich dann auch in Angriff nahm…

Bereits in der ersten Runde benötigte ich drei Sätze um meine Gegnerin aus Dänemark zu besiegen. In der zweiten Runde spielte ich gegen Yuan Weymss aus Schottland, die in letzter Zeit das eine oder andere EBU Turnier gewinnen konnte. Auch sie konnte ich in drei Sätzen besiegen u. im Endspiel der Qualifikation hatte ich gerade noch genügend Energie um das Spiel gegen eine junge Koreanerin in zwei knappen Sätzen zu gewinnen. Somit war das Hauptfeld erreicht, doch die drei Spiele u. insgesamt acht Sätze innerhalb weniger Stunden gingen nicht spurlos an mir vorüber.

Am nächsten Tag hatte ich dann ein ganz gutes Los u. spielte gegen Anna Rice aus Canada. Durch mein neu erworbenes Selbstvertrauen vom Vortag hatte ich keine großen Bedenken gegen sie u. konnte recht klar in zwei Sätzen gewinnen. Im Achtelfinale traf ich dann auf Zhou Mi aus China, die Viertplatzierte von Athen. Hätte ich nicht schon vier Einzel u. ein Doppel in den Knochen gehabt, wäre da vielleicht was drin gewesen, denn so stark wirkte sie zu diesem Zeitpunkt nicht. Doch leider fing der Oberschenkel an zu zwicken, die Energie ließ nach u. ich machte einfach zu viele leichte Fehler, so dass ich in zwei Säten verlor. Schade, aber da wäre mehr drin gewesen.

Im Doppel kämpften wir uns in der ersten Runde gegen Nedelcheva/Weymss mit 15:13 im dritten Satz durch u. schlossen dann um 0.00 Uhr die Halle zu… :o) Im Achtelfinale trafen wir bereits auf die an zwei gesetzten Chinesen Wei Yili/Zhao Tingting. Man sah mir an, dass es mein siebtes Spiel war, denn durch eine Oberschenkelverhärtung fielen mir die Bewegungen sichtlich schwerer als zuvor. Trotzdem versuchte ich zu kämpfen, aber es war einfach vergebens. Während wir im ersten Satz noch einige Ballwechsel mitgehen konnten, ging im zweiten Satz nicht mehr wirklich viel u. so „schossen“ uns die Chinesinnen förmlich zusammen. Das passiert eben, wenn man nicht mehr dagegen halten kann, dann kann so ein Spiel ganz schön schnell vorbei sein. Der Bundestrainer meinte zwar danach es wäre eine Frechheit gewesen, wie wir uns präsentiert hätten, aber wenn er die Situation nicht einschätzen kann, dann tut es mir eben leid.  Beim nächsten Mal weiß ich dann Bescheid u. gehe nicht mehr angeschlagen auf’s Feld. Man lernt eben nie aus…

Trotz des letzten Spiels habe ich so viele Spiele gemacht wie schon lange nicht mehr bei einem Turnier u. war mit meiner Leistung sehr zufrieden. Ich hatte auch für mich so das Gefühl, dass es nach meiner längeren Auszeit im Dezember wieder bergauf geht u. ich zuversichtlich in die Zukunft blicken kann…

Eigentlich würden im Anschluss an die German Open die All England Open in Birmingham auf dem Programm stehen, doch Juliane musste sowohl dieses Turnier als auch die Swiss Open verletzungsbedingt absagen.

Bei meinem „Heimatturnier“ den Swiss Open werde ich trotz allem teilnehmen u. hoffe ausnahmsweise mal auf eine gute Auslosung. Ein ausführlicher Bericht erfolgt in Kürze…

 

Bis dahin…

 

Eure Nicole

 

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