Termine
Greece-Open in Thessaloniki v. 28.09. - 02.10.05

Zu Beginn unserer 4-wöchigen Turnierserie ging es nach Thessaloniki, wo zum ersten Mal ein Grand Prix Turnier (2*) ausgetragen wurde. Als wir in Griechenland ankamen mussten wir erstmal feststellen, dass unser Hotel ziemlich weit außerhalb lag und weder ein Supermarkt geschweige denn ein Restaurant in unmittelbarer Nähe war. Der Bus zur Halle fuhr nur alle 2-3 Stunden und die Fahrt dauerte 40 Minuten. Doch all dies sollte uns nicht davon abhalten ein gutes Turnier zu spielen...

Im Einzel hatte ich eine lockere erste Runde gegen eine Griechin. Im Achtelfinale traf ich bereits auf die an 2 gesetzte Bulgarin Petya Nedelcheva, die auch in der Weltrangliste unter den Top 15 zu finden ist. Ich machte ein sehr gutes Spiel u. ihr das Leben schwer. Sowohl im ersten als auch im zweiten Satz konnte ich eine 7-4 Führung nicht nutzen u. verlor knapp mit 8-11 und 7-11. Hätte ich in den entscheidenden Phasen das nötige Selbstvertrauen gehabt, dann hätte ich das Spiel durchaus gewinnen können. Auf jeden Fall hat das Spiel mir Motivation gegeben und mir gezeigt, dass ich nach wie vor für die ein oder andere Überraschung im Einzel gut sein kann... J

Nach dem Ausscheiden im Einzel galt meine volle Konzentration wie so oft dem Doppel mit Juliane. An drei gesetzt waren wir bereits durch ein Freilos in der ersten Runde im Achtelfinale, wo wir auf Zypern‘s bestes Doppel trafen. Wir hatten von Anfang an keine große Mühe mit ihnen u. konnten relativ locker gewinnen. Im Viertelfinale spielten wir dann gegen die Neuseeländerinnen Runesten/Gordon. Von Beginn an bestimmten wir das Geschehen und hatten sowohl die nötige Übersicht als auch das richtige Händchen zur richtigen Zeit. Was die Taktik betrifft, so war dies eines unserer besten Spiele. Es gelang uns so ziemlich alles u. wir konnten souverän mit 15-6 und 15-6 gewinnen und somit ins Halbfinale einziehen. Dort hatten wir es mit den an eins gesetzten Engländerinnen Emms/Kellog zu tun. Im ersten Satz gaben die Mädels von der Insel mächtig Gas und zogen erstmal mit 8-1 davon. Allerdings ließen wir uns davon nicht beeindrucken und kämpften uns wieder ran. Doch irgendwie merkte man, dass die Engländerinnen das Spiel bestimmten und wir nur reagierten. Nichts desto trotz kämpften wir weiter auch wenn der erste Satz mit 10-15 an unsere Gegner ging. Im zweiten Satz versuchten wir sie durch lange Ballwechsel zu Fehlern zu zwingen, was uns dann auch häufiger gelang. Nun waren wir besser drin im Spiel u. bestimmten verstärkt den Spielverlauf. Sehr schade und ärgerlich war, dass wir weder eine 12-5 noch eine 14-10 Führung für den Satzgewinn nutzen konnten. Beim Stande von 14-14 ging es dann ziemlich schnell u. wir gaben diesen mit 14-17 ab. Die Enttäuschung stand uns ins Gesicht geschrieben, aber leider haben wir es nicht geschafft die Rolle des „Arbeitenden“ anzunehmen. Und dies wurde uns zum Verhängnis. Es verunsicherte uns einfach, dass wir nicht die Kontrolle u. das super Gefühl vom Vortag hatten. Aber um das Spiel zu gewinnen wäre dies in dem Maße gar nicht nötig gewesen...

Auch wenn noch mehr drin gewesen wäre muss man sagen, dass wir mit unserem Abschneiden zufrieden sein können. Das Gute daran ist, dass man aus solchen Spielen immer wieder lernen u. es beim nächsten Mal besser machen kann...

Unmittelbar nach Griechenland geht es weiter zu den Bitburger Open nach Saarbrücken, wo wir im Doppel an eins gesetzt sind und unseren Turniersieg von vor zwei Jahren gerne wiederholen würden. Ob uns dies geglückt ist könnt ihr nach dem Turnier auf meiner Hompepage erfahren. Also, auf ein Neues in Saarbrücken....

 

Bis bald

Eure Nicole

 

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