Termine
Norwegian International in Oslo 03.-06.11.05

Nach unserer vierwöchigen Turnierserie, welche recht erfolgreich war, blieb nicht wirklich viel Zeit um zu Verschnaufen, denn unmittelbar danach mussten wir in der Bundesliga ran und  dann standen auch schon die Norwegian International in Oslo auf dem Programm. Da wir in diesem Jahr bereits drei Turniere auf europäischer Ebene im Doppel gewinnen konnten, fuhren wir guter Dinge u. voller Selbstvertrauen nach Oslo…

Das Turnier begann für mich mit einem Erstrundensieg im Einzel. Die zweite Runde folgte dann auch schon ein paar Stunden später, wo ich auf Atu Rosalina, ehemalige indonesische Nationalspielerin u. Ungarn Open Gewinnerin 2005, traf. Mir war von Anfang an klar, dass dies nicht leicht werden würde und so ging ich voll konzentriert ins Spiel. Es war sehr ausgeglichen, doch leider hatte die Indonesierin im ersten Satz das bessere Ende für sich und konnte knapp gewinnen. Im zweiten Satz merkte ich schnell, dass sie müde wurde und so schickte ich sie von der einen in die andere Ecke des Feldes und beherrschte das Spiel. Beim Stande von 10:2 schlichen sich bei mir ein paar kleine Fehler ein, aber nichts desto trotz konnte ich diesen Satz mit 11.5 gewinnen. Ich hatte enorme Vorteile im physischen Bereich und ging auch im dritten Satz über lange Ballwechsel und meine Gegnerin wurde zusehens müder und kam nicht mehr schnell genug an die Bälle. Meine Taktik ging also auf und so konnte ich den Satz mit 11-3 und somit auch das Spiel gewinnen. Im Viertelfinale traf ich dann auf Anne-Marie Pedersen aus Dänemark. Bislang hatte ich zweimal gegen sie gespielt und noch nie verloren. Doch leider kam ich nicht richtig in Schwung und fand dadurch auch keinen Rhythmus. So verlor ich den ersten Satz recht deutlich mit 2-11. Im zweiten Satz merkte ich, dass ich nun besser in Schwung kam und bestimmte plötzlich und unerwartet das Geschehen auf dem Feld. Ich rannte den Bällen nicht mehr hinterher, sondern fand frühe Treffpunkte, was mir so einiges erleichterte und mich gefährlicher machte. So konnte ich diesen Satz mit 11-4 gewinnen und es kam zum dritten und entscheidenden Satz. Dieser nahm einen ähnlichen Verlauf wie der erste Satz und ich schaffte es einfach nicht mehr das Spiel zu bestimmen u. verlor mit 3-11. Wie schon bei den letzten Turnieren war ich zwar ein bisschen über die Niederlage enttäuscht, weil bestimmt noch mehr drin gewesen wäre, aber auf der anderen Seite konnte ich mich von nun an wieder voll und ganz auf das Doppel konzentrieren, was ja auch nicht so schlecht war.

Erneut an eins gesetzt hatten wir es wie schon in Belgien in der ersten Runde mit einer schwedischen Paarung zu tun. Dieses Mal allerdings beherrschten wir sie noch besser und konnten souverän in zwei Sätzen gewinnen. Im Viertelfinale spielten wir dann gegen eine schottische Paarung, die uns teilweise ganz schön in Trouble brachte. Die beiden spielten äußerst gut und nutzten es direkt aus, wenn wir mal etwas unkonzentriert waren und das Tempo etwas aus dem Spiel nahmen. Doch zum Glück konnten wir in den entscheidenden Phasen den Druck erhöhen und die wichtigen Punkte machen. Nachdem wir auch dieses Spiel in zwei Sätzen gewinnen konnten standen wir im Halbfinale, wo wir mal wieder auf eine deutsche Paarung trafen. Dieses Mal hatten wir es mit Carina Mette u. Caren Hückstädt zu tun. Wir ließen von Anfang an nichts anbrennen u. konnten das Spiel mit 15-5 u. 15-5 gewinnen und somit ins Finale einziehen. Dort standen uns Li Ang/Lim aus Malaysia gegenüber, die im Halbfinale die andere deutsche Paarung Marinello/Piotrowski ausschalteten. Wir wussten über ihre Spielweise Bescheid und stellten uns darauf ein. Dies gelang uns auch super gut und wir hatten sowohl das Spiel als auch unsere Gegner im Griff. Nach einer genialen Leistung konnten wir verdient mit 15-8 und 15-6 gewinnen u. somit unseren vierten Turniersieg in diesem Jahr auf europäischer Ebene feiern.

Aus deutscher Sicht war es mit drei Turniersiegen, zwei zweiten und vier dritten Plätzen mal wieder ein sehr erfreuliches Turnier und hat vor allem viel Spaß gemacht.

Nächstes Wochenende ist dann wieder Bundesliga angesagt und ich hoffe, dass ihr zahlreich bei unserem Heimspiel am Samstag, den 12.11.05 um 14.00 Uhr (Samariterstr.19/20) gegen die SG Fortuna Regensburg  erscheinen werdet. Vom 24.-27.11.05 werden wir dann bei den Scottish Open in Glasgow an den Start gehen.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit und werde euch wie immer auf dem Laufenden halten.

 

Bis bald mal wieder…

 

Eure Nicole

 

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